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Sonntag Nachmittag mal ganz anders
Mein Standard-Sonntag ist ja derzeit nicht soooooo super aufregend. Ganz ehrlich. Je nach Wetter geht’s im besten Fall mit der Canon fotografieren, was ja sooo übel auch nicht ist.
Aaaaber es geht auch anders
und zwar richtig schön laut und wenig herzschrittmacherfreundlich. Zum Hintergrund: es gibt Leute, die mich via YouTube auf andere Leute gehetzt haben. Deren Tun und Treiben fand ich sehr ansprechend, und ich kann mir meinen Senf schlecht verkneifen, wenn mir was gefällt. Hin und wieder gibt in so einem Fall dann ein Wort das andere, und schwupps! Steckt man mittendrin in einer ganz neuen Geschichte.
Um es mal kurz zu fassen: mein gestriger Sonntag bestand darin, mir ein Bild von ein paar Leuten zu machen, die zu dieser Zeit ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen – nämlich es gepflegt krachen zu lassen. Falls es der eine oder die andere immer noch nicht geschnallt hat: ich durfte gestern bei einer Bandprobe hospitieren, das hat man so auch nicht alle (Sonn)Tage.
Der Bandname stand auch erst seit wenigen Tagen fest – nämlich Swe@tberry. Ich hatte mich schon ein wenig damit beschäftigt, ein Logo zu basteln und fand es für die Ausarbeitung und Ausweitung auf die 4 Bandmitglieder hilfreich, die Leute endlich mal persönlich kennenzulernen. Also auf nach Weida! Wo das ist? Hm... A4 Richtung Gera, Ronneburg runter und gefühlte 120 Kilometer durch die Pampa. Die Straßen wurden immer enger, die Brücken immer wackeliger und überhaupt... die Welt schien irgendwie enden zu wollen. Aber so kurz vorm Ziel konnte mich nicht mal mehr die plötzlich auftauchende Vollsperrung irritieren...
Wie auch immer... eine knappe Stunde Fahrt später stand ich dann mitten im Zielgebiet, sogar pünktlich!!! Das ist schon mal einer extra Erwähnung wert. Als dann so nach und nach alle Beteiligten eintrudelten, watschelten wir bewaffnet mit Instrumenten, Laptop, Einkaufskorb, Zeichenblock und Kamera die 2 Treppen bis zum Probenraum nach oben und ich harrte der Dinge, die da auf mich zukommen würden.
Ursprünglicherweise sollte es gegen 15:00 mit der Probe losgehen... inklusive schön relaxed Kaffee trinken und erstem Beschnuppern wurde es dann doch auch ungefähr 16:00, was aber weiter nicht wild war, schließlich waren wir ja bei ner Probe und nicht auf der Flucht.
Im Probenraum selber ging es dann ein wenig eng zu, man könnte das auch schon als kuschelig bezeichnen – das nächste Stadium wäre „gestapelt“ gewesen
und so machte ich dann auch 3 Kreuze, dass ich die Ohrstöpsel dabei hatte. Denn leise ist anders
aber wen wundert´s – Rockmusik und leise, das ist ein Widerspruch in sich und macht nicht wirklich Spaß. Also Fenster und Türen zu, Ohren verbarrikadiert und ab die Post!
Zeichenstift und Kamera bekamen reichlich Arbeit, und ich somit im Nachhinein auch... da gibt es o einiges aufzuarbeiten und im Hinterstübchen stellte sich auch recht fix wieder ein alt bekanntes Rattern ein... Senf-Alarm!!! Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle bemerken, dass mir wieder was gefällt, wenn von Senf dazugeben die Rede ist... man möge mir nachsehen, dass ich die Titel der Songs an dieser Stelle nicht wiedergeben kann, da an diesem Tag 3 eigene und damit mir völlig fremde Stücke auf dem Programm standen.
Inklusive 2 Pausen, dem einen oder anderen Kaffee sowie einem mehr als nötigen Frischluft-Schwatz (für mich als Nichtraucher enorm wichtig zu erwähnen...) war der Sonntag dann doch ganz schnell Geschichte, leider. Wohl unnötig zu erwähnen, dass ich nach der Ankunft zu Hause unbedingt noch die Karte aus der Canon reißen und die Bilder vom Tage durchsehen musste... mit einem tierischen Ohrwurm war auch an Einschlafen nicht so gleich zu denken, und die Nacht an sich war eher kurz. Aber zusammenfassend kann ich sagen, dass sich dieser Sonntag mehr als gelohnt hat. Und man trifft sich bekanntermaßen ja immer 2mal im Leben ![]()
